Transferagentur Bayern

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22.11.2017

Bildungsmanagement ist in der Fläche angekommen

Transferagentur Bayern präsentiert auf Konferenz Erfahrungen und Perspektiven für das kommunale Bildungsmanagement in Bayern


V.l.n.r.: Florian Neumann (Projektleitung Regionalbüro Nord, Europäische Metropolregion Nürnberg), Dr. jur. Manfred Riederle (Referent für Schule, Verfassung und Recht, Bayerischer Städtetag, Mitglied des Agenturbeirates), Prof. Dr. Thomas Rauschenbach Vorstandsvorsitzender und Direktor des Deutschen Jugendinstituts), Dr. Thomas Greiner (Leiter der Unterabteilung Lebenslanges Lernen, Bildungsforschung im Bundesministerium für Bildung und Forschung), Dr. Tobias Schmidt (Gesamtkoordination Transferagentur Bayern und Projektleitung Regionalbüro Süd, Deutsches Jugendinstitut); Foto: Jürgen Haas

Vor drei Jahren nahm die Transferagentur Bayern für kommunales Bildungsmanagement ihre Arbeit auf. Seitdem haben sich 41 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern, sechs Kommunen in Baden-Württemberg sowie eine in Thüringen für eine Zusammenarbeit mit der Transferagentur Bayern entschieden und bauen mit deren Unterstützung ein Bildungsmanagement auf. Auf ihrer Statuskonferenz am 16. November 2017 in München ließ die Transferagentur Bayern gemeinsam mit rund 250 Gästen, Partnern und Unterstützern aus Landkreisen, Städten, dem Freistaat Bayern und des Bundes die Erfahrungen seit 2014 Revue passieren und lotete die Zukunftsperspektiven für kommunales Bildungsmanagement in Bayern aus. Die Transferagentur Bayern ist Teil einer bundesweiten Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Diese Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement ist mit rund 220 teilnehmenden Kommunen in ganz Deutschland zu einer bundesweiten Bewegung herangewachsen. Aufgrund des großen Erfolgs seit 2014 wird die Transferinitiative des BMBF ab 2018 um fünf weitere Jahre bis Ende 2022 verlängert.

Dr. Thomas Greiner vom BMBF hob in seinem Grußwort die positive Entwicklung der Transferinitiative hervor. Er lobte die Arbeit der Kommunen, der Ländervertretungen und der Transferagentur. Einen Blick des BMBF auf die Schwerpunkte der nun anstehenden zweiten Förderphase gab Bettina Schwertfeger, die das Förderprogramm Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement leitet.

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst war durch Staatssekretär Georg Eisenreich vertreten. In seinem Grußwort unterstrich Eisenreich, Dialog und Vernetzung seien im Bereich der Bildung entscheidende Faktoren. Er freue sich daher, dass Bund, Land und Kommunen für eine bestmögliche Bildung in Bayern an einem Strang zögen.

Die Erfahrungen und Resultate aus der ersten Förderphase der Transferagentur Bayern fasste Dr. Manfred Riederle vom Bayerischen Städtetag zusammen. Bildungsmanagement fordere von allen eine neue Art der Zusammenarbeit. Die gewohnten Abläufe zu verändern, sei eine schwierige Aufgabe. Dafür bräuchten die Kommunen auch weiterhin konkrete Hilfe und Unterstützung durch die Transferagentur. Die anhaltend große Nachfrage in Bayern zeige bereits, dass datengestütztes Bildungsmanagement dank der Leistungen sowie der Gremien- und Netzwerkarbeit der Transferagentur bereits in der Fläche angekommen sei.

Einen praktischen Einblick in die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Transferagentur Bayern und den Kommunen boten Beispiele aus den Landkreisen Neumarkt i.d.OPf., Oberallgäu und Hof. Deutlich wurde dabei, dass die Kommunen zusammen mit der Transferagentur Bayern Ziele und Lösungswege für ein kommunales Bildungsmanagement vor Ort erarbeiten konnten, die auf die jeweils unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten und Herausforderungen zugeschnitten sind. Grundlage dafür waren bewährte Beispiele aus anderen Landkreisen und Städten.

Anhand der präsentierten Beispiele wurde allen schnell klar: Vieles wurde auf dem Weg zu einem kommunalen Bildungsmanagement in den Kommunen schon erreicht – sei es nun ein erster Bildungsbericht, die Gründung eines Bildungsbeirats oder die Einrichtung eines Bildungsbüros. Um die begonnenen Bemühungen und ersten Errungenschaften nun weiter auszubauen, braucht es weiterhin einen engen Austausch zwischen Kommunen und der Transferinitiative - zu diesem Schluss kamen Expertinnen und Experten aus Bund, Land, Kommunen, der Wissenschaft und der Regionalentwicklung in einer Diskussionsrunde zu Zukunftsperspektiven des Bildungsmanagements in Bayern.

"Es fanden viele Aufbauprozesse statt. Die Grundlagen für eine ganzheitliche kommunale Bildungssteuerung sind da. Hier müssen wir nun anknüpfen und weitermachen, um das Bildungsmanagement in den Kommunen auch nachhaltig verankern zu können", fasste Dr. Tobias Schmidt, Gesamtkoordinator der Transferagentur Bayern und Leiter des Regionalbüros Süd zusammen. Florian Neumann, Leiter des Regionalbüros Nord stellte abschließend noch einmal fest: "Bildungsintegration Neuzuwandernder, Digitalisierung, Organisation des Ganztags – das Bildungsmanagement steht auch zukünftig vor großen Herausforderungen. Die Transferagentur wird die Kommunen hierbei auch weiterhin gerne unterstützen."

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

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Eine Veranstaltungsdokumentation veröffentlichen wir in Kürze.


Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert