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Was ist Übergangsmanagement?

„Die Koordination und Verzahnung von Bildungsübergängen leistet einen wichtigen Beitrag, um lebenslanges Lernen auf kommunaler Ebene zu verankern.“1


Übergänge – mit Wechseln von Rollen und Aufgaben – sind fester Bestandteil im menschlichen Lebenslauf und in unserem Bildungssystem fest eingeplant.  Bildungsübergänge finden in allen Lebensphasen statt: von der frühen Kindheit (z.B. Betreuung durch die Eltern – organisierte frühkindliche Bildung) über die Jugendzeit (z.B. der besonders wichtige Übergang Schule – Ausbildung) bis ins Erwachsenenalter (z.B. Übergang Beruf – nachberufliches Leben).


Übergänge [sollen] zu Brücken werden und keine Brüche verursachen2 – nur dann bieten sie dem Einzelnen die Chance, den angestrebten Bildungsweg erfolgreich fortzusetzen und die Gemeinschaft profitiert von  der gelingenden beruflichen und gesellschaftlichen Integration.

Um die Chancen des Übergangs optimal zu nutzen, bedarf es einer kommunalen Infrastruktur, die die Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützt, Kompetenzen für die Bewältigung von Übergängen zu erwerben. Es müssen geeignete organisatorische Rahmenbedingungen für die systematische Kooperation geschaffen werden, um eine sinnvolle Vernetzung der durch die strukturellen gesetzlichen Zuständigkeiten getrennten Politikfelder (wie z.B. Jugendhilfe, Schule, Berufsbildung) zu ermöglichen.

Aus der kommunalen Perspektive bedeutet die Koordinierung von Bildungsübergängen u. a.

  • demografische Entwicklungen in der kommunalen Bildungsplanung zu berücksichtigen,
  • Schnittstellen der institutionellen Zusammenarbeit an den Übergängen zu analysieren,
  • gelingende Übergänge in Berufs(aus)bildung zu ermöglichen und damit zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit sowie zur Fachkräftesicherung beizutragen,
  • die bereichsübergreifende Zusammenarbeit von Institutionen zu fördern, damit  Netzwerke unterstützend wirken können,
  • prozessbegleitende Angebote für die jeweiligen Zielgruppen anzubieten (z.B. durch die Ausbildung von „Übergangsmanager/-innen“).

1 Programmstelle Lernen vor Ort, 2011, Werkstattbericht Bildungsübergänge koordinieren, Bonn, S. 4
2 BMBF 2009, LvO-Programmbroschüre

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert