Transferagentur Bayern

Sie sind hier: Startseite » Aktuelles »

29.01.2016

Stadt und Landkreis Bamberg gehen gemeinsam neue Wege bei der Gestaltung der kommunalen Bildungslandschaft

Landrat Johann Kalb und Bürgermeister Dr. Christian Lange unterzeichnen Kooperationsvereinbarung mit der Transferagentur Bayern für Kommunales Bildungsmanagement.


Landrat Johannes Kalb und Claudia Lehnerer, Transferagentur Bayern, (beide vorne) unterzeichnen im Beisein des Kreisausschusses die Zielvereinbarung.

Thomas Kießlich, Transferagentur Bayern, Bürgermeister Dr. Christian Lange, Claudia Lehnerer, Transferagentur Bayern, und Dr. Matthias Pfeufer vom Kultur-, Schulverwaltungs- und Sportamt der Stadt Bamberg besiegelten die künftige Zusammenarbeit.

Landkreis und Stadt Bamberg bauen in enger Abstimmung ihre Steuerungsstruktur im Bildungsbereich aus. Unterstützt werden sie dabei künftig von der Transferagentur Bayern für kommunales Bildungsmanagement, Regionalbüro Nord. Im Landratsamt und im Rathaus wurden jetzt in entsprechenden Zielvereinbarungen die Eckpunkte der Zusammenarbeit mit der Transferagentur festgelegt.

Mit einem breiten Bildungsangebot für Groß und Klein bestechen beide Kommunen schon heute. Bamberg ist mit der Otto-Friedrich-Universität sowie über 60 Schulen und anderen Bildungseinrichtungen ein bedeutender Bildungsstandort. Im Lernatlas 2011 der Bertelsmann Stiftung wird der Landkreis explizit als „Hidden Champion“ gefeiert, unter anderem aufgrund seiner Stärke in der beruflichen Bildung. Bislang fehlte es jedoch an Strukturen, die eine strategische Steuerung der Vielzahl an formalen und non-formalen Bildungsangeboten erlauben. Das soll sich nun ändern.

Bereits im Sommer 2015 wurde im Kultur-, Schulverwaltungs- und Sportamt der Stadt Dr. Matthias Pfeufer eingestellt. Er hat seit dem Jahreswechsel die Leitung des neu geschaffenen Bildungsbüros übernommen, welche als Stabstelle direkt Bürgermeister Dr. Lange unterstellt ist. Auch der Landkreis wird künftig ein Bildungsbüro als Stabstelle des Landrats einrichten.

Johann Kalb erklärte, welche Anreize ihn dazu bewogen haben, die neue Stelle aufzubauen: „Mit dem Bildungsbüro wird es uns möglich, kreisweit wichtige bildungsstrategische Ziele umzusetzen, etwa das der Inklusion. Dieses Ziel ist nicht nur für die allgemeinbildenden Schulen relevant, sondern ebenso in der beruflichen Bildung, der Jugendarbeit oder in der Volkshochschule. Mit der neuen Stabstelle werden wir das Bildungsgeschehen transparenter gestalten. Wir möchten künftig eine trägerunabhängige Bildungsberatung anbieten, die in der Lage ist, jedem Bürger ein für seine Bedarfe passendes Bildungsangebot zu vermitteln. Für die Verwirklichung dieser Ziele ist eine Stelle notwendig, in der sich dem Querschnittsthema lebenslanges Lernen angenommen wird.“

Auch Dr. Christian Lange freute sich über die neuen Gestaltungsmöglichkeiten und warf einen Blick voraus auf mögliche Schwerpunkte künftiger Arbeit: „Die kulturelle Bildung könnte ein wichtiges Vehikel für die Bewältigung der aktuellen und künftigen Integrationsaufgaben sein. Unser Schul- und Kulturservice ist ein gutes Beispiel, wie dieser Bildungsbereich weiter gestärkt werden kann. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Bamberg, mit dem wir das Serviceangebot in der Vermittlung von kulturpädagogischen Angeboten für Schulen und Kindertageseinrichtungen gemeinsam betreiben. Mit der geplanten Kooperation im kommunalen Bildungsmanagement werden sicherlich beide Kommunen von den Stärken des jeweils anderen profitieren.“

Beide Kommunen möchten das Vorhaben mithilfe des Bundesprogramms ‚Bildung integriert‘ finanzieren. Nur mit dieser Förderung wird es möglich sein, die strategische Arbeit des Bildungsbüros auf die gesicherte Datenbasis eines Bildungsmonitorings zu stellen und somit Bildungsmanagement jenseits von gefühlten Bedarfen zu betreiben.

Claudia Lehnerer, Leiterin des Regionalbüros Nord der Transferagentur: „Es freut mich, dass der Landkreis Bamberg und die kreisfreie Stadt Bamberg sich gemeinsam auf den Weg machen, ein kommunales Bildungsmanagement aufzubauen. Ein besonderer Vorteil für die Bevölkerung ist die enge Zusammenarbeit, die dabei von beiden Seiten angestrebt wird.“


Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert